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Die dritte Herrenmannschaft zeigt gegen Bad Endorf ihre Schokoladenseite und stürzt mit ihrem 9:7-Erfolg den Tabellenführer von der Spitze. Und das trotz insgesamt meist schwacher Nerven in den fünften Sätzen. Schlussdoppel gewonnen: Helge Wilker


Vor Wochenfrist hatte man noch ersatzgeschwächt gegen den Verfolger aus Prutting das Nachsehen gehabt, gegen den Spitzenreiter aus Bad Endorf zeigte sich zu was man in Bestbesetzung in der Lage ist. Den Endorfern fehlte wie schon die gesamte Saison über zwei Spieler, man konnte also auch hier von einer Fast-Topaufstellung sprechen.
Die Gastgeber starten nach drei recht einseitigen Doppeln mit einer 2:1-Führung. Während Helge Wilker gegen den starken Endorfer Schmid wenig Land sah, brachte Harry Haberl in Michael Reischl immerhin einen der Topspieler der Liga an den Rand einer Niederlage: die ersten vier Sätze endeten abwechselnd 12:10, bevor Haberl den fünften Satz mit 9:11 verlor.
Weitere Fünf-Satz-Matches lieferten Sepp Berger und Markus Feldmann im mittleren Paarkreuz gegen weitere ganz starke Gesichter in dieser 2. Kreisliga, am Ende hatte aber nur Berger das bessere Ende für sich. Anschließend holten hintern Christian Wolf in vier und Markus Kloo in fünf Sätzen wichtige Zähler für die Innstädter.
Die zweite Hälfte begann mit einer äußerst knappen Niederlage über die volle Distanzu für Wilker, Haberl jedoch beherrschte seinen Gegner und gewann klar in drei Sätzen.
Auch Berger musste sich dem in dieser Spielzeit erst dreimal bezwungenen Yang nach fünf Sätzen geschlagen geben, Kapitän Feldmann brachte die Gastgeber wieder in Führung.
Somit konnte das hintere Paarkreuz nun für die Entscheidung sorgen, und Kloo gewann auch souverän doch Wolf verlor – jaja – den Entscheidungssatz deutlich.
Somit kam es zum entscheidenden Doppel: Wilker/Berger bekamen es mit Reischl/Schmid zu tun, welche lediglich in der Hinrunde mal ein Doppel abgaben, sonst aber alle für sich entscheiden konnten. Die Wasserburger verloren den ersten Satz knapp, konnten das Spiel dann aber drehen. Nach dem Verlust des vierten Durchgangs jedoch schwante den heimischen Zuschauern Ungemach, stand es doch nach Fünf-Satz-Spielen bisher 2:5 aus Wasserburger Sicht. Doch diesmal behielt man die Nerven, gewann den Satz 11:7 und damit auch das Spiel.
Die unglücklichen Endorfer habe damit ihre gute Ausgangsposition vor dem direkten Duell um den Aufstieg verspielt: gegen die FT Rosenheim muss das letzte Spiel nun gewonnen werden, sonst bleibt wieder einmal nur die Relegation. Die Wasserburger “Dritte” jedoch zeigte einmal mehr, dass sie zu Recht auf dem dritten Tabellenrang zu finden ist.

Philipp Hell