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Die Saison ist beinahe beendet, nur noch drei Mannschaften treten in den verbleibenden zwei Wochen der regulären Spielzeit an, eine Mannschaft wartet auf die Relegationsspiele – Zeit also für eine Bilanz!

In den kommenden Wochen analysieren wir in unserer zehnteiligen Serie zum Saisonende das Abschneiden aller Wasserburger Herren-, Jungen- und Mädchen-Mannschaften ausführlich.

Im dritten Teil widmen wir uns den Herren 3.

Jetzt wird abgerechnet!

Abschlussplatzierung: 3. von 10 Mannschaften
Punkte Vorrunde: 14:4
Punkte Rückrunde: 14:4
Punkte zum nächsten Aufstiegsplatz: 2
Punkte zum nächsten Abstiegsplatz: 17
Saisonziel: ? übertroffen ?? O erreicht ?? O verfehlt
Beste Serie: Vier Siege zum Saisonauftakt zwischen 25.09. und 30.10.2009
Schlechteste Serie: Viemal je eine Niederlage
Größter Erfolg: 9:7 gegen den späteren Aufsteiger TSV Bad Endorf am 19.03.2010
Bitterste Pleiten: 1:9 und 4:9 gegen den späteren Nicht-Aufsteiger FT Rosenheim am 13.11.2009 und 26.01.2010
Eingesetzte Spieler: 15
Eingesetzte Doppel: 16
Meiste Einsätze (Einzel): Markus Feldmann (16)
Meiste Einsätze (Doppel): Christian Wolf/Markus Feldmann (13)
Top-Bilanzen Einzel: Sepp Berger: Drittbester Spieler der Liga im mittleren PK mit 13:3; Markus Kloo: Viertbester Spieler der Liga im hinteren PK mit 12:4
Bestes Doppel: Helge Wilker/Sepp Berger mit 9:4
Kurioseste Situation: Markus Feldmann will sein Amt als Mannschaftsführer abgeben
Längstes Spiel: 9:7 gegen Bad Endorf am 19.03.2010: bis 23:30 Uhr
Längster Wirtbesuch: Spiel gegen Prien: bis 1:30 Uhr

Nach zwei Jahren im (hinteren) gesicherten Mittelfeld der Liga und verstärkt mit dem von oben nachgerutschen Helge Wilker sowie Captain Markus Feldmann, der in der vergangen Saison nur am Ende zu ein paar Einsätzen kam, wurde von der Mannschaft auf jeden Fall wieder ein Platz im Mittelfeld erwartet, allerdings diesmal eher im vorderen. Dass es am Ende sogar für den dritten Rang reichen sollte, hatten aber wohl die wenigste erwartet, hatten doch laut Feldmann “einige Weicheier in meiner Mannschaft bis zuletzt mit dem Abstieg gerechnet.” Doch der Reihe nach.
Der Saisonstart gelang mit vier Siegen in Folge, allerdings waren die Gegner zwei Aufsteiger, dazu Abstiegskandidat Söchtenau, und Schechen war gleich gar nicht erst angetreten. Gegen den Meisterkandidaten FT Rosenheim setzte es dann zu Hause trotz Bestbesetzung eine herbe 1:9-Schlappe. Alles schien also seinen geregelten Gang zu gehen. Doch die Mannschaft – verstärkt mit dem EJ-Spieler Benedict Schwarz, der alle seine sechs Einzel im vorderen Paarkreuz gewann – konnte auch einige Ausfälle kompensieren und besiegte auch stärkere Gegner ziemlich souverän. Gegen den zweiten Aufstiegskandidaten aus Endorf setzte es allerdings wieder eine deutliche Niederlage.
So fand man sich nach der Hinrunde etwas überraschend in der Verfolgerposition, nur zwei Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Allerdings war ob der klaren Niederlagen die Hoffnung einen der beiden Erstplatzierten noch überholen zu können äußerst gering. Hinzu kam, dass der Aufstiegswunsch innerhalb des Teams ungefähr so ausgeprägt war wie ein Tischtennisball groß ist.
In der Rückrunde kam dann noch mehr Konstanz in die Mannschaft, nur noch selten benötigte man Ersatzspieler und war daher auch nicht mehr auf die Dienste vom in die “Zweite” beorderten Schwarz angewiesen. Ansonsten verliefen die Spiele 2010 ähnlich wie in der Vorrunde: Die hinter einem liegenden Gegner wurden besiegt, Rosenheim aber musste man sich erneut geschlagen geben. So waren alle Aufstiegsträume endgültig kein Thema mehr und die Niederlage im Spiel beim Verfolger Prutting, zu dem man mit zwei Ersatzspielern aus der fünften Mannschaft angereist war, belanglos. Als Ausgleich konnte man aber eine Woche später im Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Endorf beweisen zu was man im Stande ist: Mit dem umkämpften 9:7-Erfolg revanchierte man sich für die Pleite im Hinspiel und hätte den Gästen beinahe noch den direkten Aufstieg versaut (durch einen klaren Sieg im “Finale” gegen die FT setzte sich Endorf aber doch noch als Erster durch).
So ist eine Saison zu bilanzieren, in der die Mannschaft etwas überraschend einen ganz klaren dritten Rang erspielte, die Teams davor erwiesen sich über das ganze Jahr gesehen aber doch als stärker, zu erkennen beispielweise an dem deutlich schlechteren Spielverhältnis der Wasserburger. Alle sechs Stammspieler können eine deutlich positive Bilanz aufweisen, ohne dass es einen wirklich überragenden Spieler gegeben hätte, und auch die Doppelergebnisse können sich sehen lassen.
Sollte die Mannschaft zur kommenden Spielzeit von oben eine Verstärkung erhalten, könnte man eventuell doch noch etwas weiter nach vorne schielen. Klar ist auf jeden Fall, dass Christian Wolf den Verein in Richtung der neu gegründeten Herrenmannschaft in seinem Heimatort Griesstätt verlässt.

Philipp Hell

Fazit: (frei nach Giovanni Trapattoni)

Flasche voll