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Man wusste vorab nicht so recht, wie der Gegner aus Schlossberg einzuschätzen war, hatte er doch bislang ebenso wenig Minuspunkte (vier) wie unsere dritte Mannschaft auf seinem Konto.

Und auch die Tatsache, dass die Schlossberger mit drei Ersatzleuten antraten, brachte zunächst keine Entwarnung. Denn dieser angebliche Ersatz erwies sich als ausgesprochen stark. Glücklich ein Verein, der über solch eine Ersatzbank verfügt.

Nach den Doppeln konnte man mit 2:1 in Führung gehen, lediglich das Duo Unterberger/Oesterheld mussten sich in einer hart umkämpften Partie im fünften Satz geschlagen geben. Kurios: an allen drei Fünfsatzmatches dieses Abends waren diese Zwei beteiligt und alle fünften Sätze gingen 11:9 aus.

Das vordere Paarkreuz mit dem doppelten Berger legte mit zwei Siegen vor, wobei sich Markus R. gegen den Senior der Schloßberger Thalmeier (68 J.) mit Magenkrämpfen zu einem 3:1 Arbeitssieg schob und schimpfte.

Johannes U. merkte man das neue Selbstvertrauen aus dem Sieg bei den oberbayrischen deutlich an, dennoch verlor er eher unglücklich im fünften 9:11, nachdem er schon mit 9:7 wie der sichere Sieger aussah. Maxi durfte gegen seinen Freund und oberbayrischen Doppelpartner Fabian Hanusch antreten. Ihm merkte man sein geschwollenes Handgelenk noch deutlich an und er verlor mit 1:3, wobei anschließend fast wieder ein Schläger dran glauben musste.

Zwischenstand: 4:3.

Dann trat Matthias O. gegen seinen bislang stärksten Gegner in dieser Liga im hinteren Paarkreuz an und es entwickelte sich eine denkbar enge spannende Partie von Angriff gegen Abwehr. Jeder Satz ging mit dem knappsten aller möglichen Zähler aus und im fünften Satz, in dem er ständig zurücklag, siegte Matthias ein wenig glücklich mit 11:9. Leichter tat sich Markus F., der mit 3:1 siegte. Zwar verloren anschließend beide Berger im vorderen Paarkreuz ihre Partien, wobei im Match Senior Sepp B. gegen Senior Thalmeier stolze 132 Jahre Erfahrung an der Platte standen. Das merkte man dieser Partie auch deutlich an.

Doch anschließend ließen die nächsten drei Spieler Johannes U., Maxi A. und Markus F. keine Zweifel mehr aufkommen und siegten jeweils deutlich. Am Ende war Markus Feldmann mit seinen zwei Siegen (und  13 Zählern auf seinem Konto) der Matchwinner. Der 9:5 Arbeitssieg klang deutlicher als er tatsächlich war.

Nun steht man erneut vorübergehend auf Rang Zwei. Dennoch waren dies laut Markus F. nur zwei weitere Zähler gegen den Abstieg. Wiederholt erwies sich die große Ausgeglichenheit der Dritten –nicht zuletzt als Ergebnis des großen Trainingsfleißes von fünf der sechs Spieler- als das große Plus in dieser Liga.

Matthias Oesterheld