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Auch wenn sich die Dritte in ihrer letzten Partie ein beinah beschämendes Unentschieden gegen den Tabellenletzten Eiselfing II leistete, so fällt die Gesamtbilanz doch recht erfreulich aus. Im Moment grüßt man sogar noch mit 13:5 Zählern von der Tabellenspitze, wird diese aber wohl nächste Woche verlieren, da noch 3 Teams einen Minuspunkt weniger aufweisen und zwei davon gegeneinander antreten.

So schwächelte man nur ganz zu Beginn gegen Halfing, wo man knapp 7:9 verlor und am Ende gegen die noch punktlosen Eiselfinger. In beiden Partien fehlte ein Leistungsträger des vorderen Paarkreuzes. Das zeigt, dass man ohne diese zwei – nämlich Markus Reitberger und Sepp Berger- doch deutlich geschwächt ins Rennen geht. (Der Vollständigkeit halber sei auch die klare 4:9 Niederlage in Prien erwähnt). Erfreulich auch die gute Doppelbilanz mit 18:12, wo das Einser-Doppel Reitberger/Berger eine makellose 7:0 Bilanz vorweisen kann.

Die noch Nr. 4 Maxi Aß spielte eine starke Vorrunde und weist eine Bilanz von 12:4 auf. Übertroffen wird diese Bilanz nur noch von Matthias Oesterheld, der es im hinteren Paarkreuz auf 11 Siege bei 2 Niederlagen brachte. Auch Markus Feldmann schwächelte nur ganz zu Beginn und dann wieder am Ende, wo er allerdings im mittleren Paarkreuz antreten musste. Dazwischen war auf ihn absolut Verlass, wie überhaupt die große mannschaftliche Geschlossenheit das dicke Plus in diesem Team darstellt. Die zeigte sich wieder einmal in der vorletzten Partie gegen Prutting, in der es in den Einzeln sage und schreibe 8 enge 5-Satz-Spiele gab, die dann gerecht verteilt mit 4 Siegen zu 4 Niederlagen endeten. Matchwinner, falls man dies überhaupt sagen kann, war beim Stande von 8:7 unser Einser-Doppel mit dem doppelten Berger Reitberger/Berger, aber auch sie musste für ihren Sieg in den 5ten Satz gehen. Enger und spannender kann man eine Partie nicht gewinnen, entsprechend groß war der Jubel. Allerdings spielten einige mit Wut im Bauch, hatten die Pruttinger sich doch das Dreier-Doppel, wenngleich wohl regelkomform, aber doch irgendwie unsportlich, kampflos gut geschrieben, da Maxi sich über die geplante und vereinbarte halbe Stunde hinaus verspätet hatte. Maxi und Matthias bewiesen hier mit jeweils 2 Siegen ihre Nervenstärke.

Diese Nervenstärke fehlte dann aber in der letzten Partie gegen die Eiselfinger. Vielleicht spielte sich in den Köpfen auch eine ungewollte Überheblichkeit ab, hatten die Tabellenletzten doch bis dato nicht einen einzigen Punkt verbuchen können. Hier erreichte unerklärlicherweise außer Maxi wohl niemand seine Normalform. Sepp Berger, der wegen einer kleinen OP fehlte, wurde dabei schmerzlich vermisst.

Die zweite KL Nord ist damit weiterhin spannend wie selten zuvor und noch vier Teams, alle mit einem fast gleichen Punktestand, werden wohl den Aufstieg unter sich ausmachen. Dass wir von der Dritten mit dabei sind, war nach dem missglückten Start nicht unbedingt vorhersehbar. Die zwei Absteiger scheinen fest zustehen –Eiselfing und Babensham-, aber wer in die Relegation muss, ist auch noch völlig offen. Hier stehen wohl drei Kandidaten zur Auswahl – Halfing, Schlossberg und Söchtenau. Damit gibt es nur eine Mannschaft im Mittelfeld, nämlich Kolbermoor V. Eine kuriose, aber spannende Situation, die eine aufregende Rückrunde verspricht.

Allerdings wird wohl Maxi aufgrund seiner tollen Bilanzen bei den verschiedensten Turnieren nach vorn in die Zweite vorrücken und damit in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer stattdessen zurückrutscht, steht noch nicht fest. Aber klar ist, dass die Mannschaft in der Rückrunde ein anderes Gesicht erhält und es auch innerhalb der Paarkreuze zu Verschiebungen kommen wird.

Matthias Oesterheld, 4.12.11