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Wer anfangs des neuen Jahres in die aktuelle Rangliste für die Rückrunde 2011/12 schaute, fand trotz der zwei Zugänge die Mannschaftsgefüge für die Rückrunde nur ganz wenig verändert. Meist war es nur eine Position innerhalb der jeweiligen Mannschaft, die korrigiert wurde. Die meisten von uns dürften damit ganz zufrieden gewesen sein.

Wer allerdings am Sonntag, dem 8.1.2012, einen Tag vor Beginn der Punktspielrückrunde für die Dritte noch einen Sicherheitsblick in die offizielle Rangliste warf, fand dort erstaunliches.

Plötzlich war Carsten Link als Nr. 8 in die Erste gerutscht und Markus Reitberger, kurz Reiti, aus der Dritten verschwunden, wo er immerhin als Mannschaftsführer und Nr. 1 geplant war. Stattdessen fand er sich als Nr. 7 in der Zweiten wieder. Dafür tauchte nur Peter Haas in der Dritten auf und fehlt damit natürlich als Nr. 1 in der Vierten, in der dafür Valentin Wilker auftauchte.

Nun war die Aufregung groß. Was war da los? Wer hatte sich solchen Unsinn bloß ausgedacht? Ein Anruf am Sonntag bei Franz, der gerade auf Reisen war, brachte erstmal auch nicht weiter. Franz war ebenso überrascht wie wir Spieler von der Dritten, die ja ursprünglich nur den Abfahrtermin nach Kolbermoor ausmachen wollten. Die Telefonate gingen hin und her, die Drähte glühten, bis Franz über die Hintergründe informiert war und dieses Wissen weitergeben konnte.

Das Kuckucksei hatte der Verband dem Verein ins Nest gelegt, weil unsere neue Nr. 1 Ulrich Hipler bei seinem letzten Verein TUSEM Essen keine drei Spiele gemacht hatte. Und auch Rückkehrer Benny Schwarz auf keine 3 Spiele in Riedering gekommen war. So hatte nun der Verband der Ersten und Zweiten jeweils einen Zusatzspieler hinzugefügt, wodurch diese merkwürdigen Aufstellungen zustande kamen. Franz legte die Hintergründe erklärenden Protest ein, über den in den nächsten Tagen entschieden werden sollte.

Leider war aber da nun dieses frühe Montagsspiel gegen Kolbermoor, bei dem die Dritte nun ohne seinen Mannschaftsführer und Nr. 1 dastand. Und die Aussichten, ohne den bisher zuverlässigen Einser in der zweiten KL erfolgreich zu bestehen, wären wohl nicht besonders gut.

Mit dieser Aufstellung wären in den nächsten Wochen sowohl die Zweite als auch die Dritte und Vierte deutlich geschwächt, ein Umstand, den wohl niemand wünschte, war die Saison auch so bislang eine überaus schwierige.

Wer trug nun die Schuld an dieser Misere? Hätte der Verband uns früher und umfassender informieren sollen, warum er die Änderungen vornahm? Oder hätten wir den Verband über unsere neue Aufstellung und deren Hintergründe bei den beiden Zugängen besser informieren müssen?

Wie immer die Antwort auch ausfällt, der Verwirrung und der Ärger war jedenfalls bei allen Beteiligten groß  Es blieb erstmal nur noch das Prinzip Hoffnung.

Matthias Oesterheld

PS. An diesem besagten Montag war bis 18.00 Uhr die Rangliste noch nicht korrigiert, so konnte bis zum Spielbeginn das Wunder nicht mehr geschehen, obwohl die Mannschaft quasi bis zur letzten Minute wartete, in welcher Aufstellung man nun auflaufen dürfte. Zum Glück konnten die 6 Spieler zusammengesammelt werden und die Partie ging knapp und ein wenig glücklich mit 9:6 an Wasserburg.

Doch am nächsten Morgen war das Wunder dann doch passiert: nun war die Rangliste wieder in den alten Zustand zurückversetzt und damit dem Einspruch stattgegeben worden. Alles gut? Die Rückrunde konnte starten.