Select Page

Holpriger Saisonstart für die Zweite

Zwei obdachlose Mannschaften trafen zum Saisonbeginn aufeinander. Das größte Problem gab es bereits Tage vor dem eigentlichen Spieltermin zu lösen. Wie für alle Wasserburger Teams gibt es aufgrund fehlender Heimspielstätte in der Vorrunde nur Auswärtsspiele. Da aber auch der Gegner aus Söchtenau kurzfristig wegen Umbaumaßnahmen keine Halle zur Verfügung hatte, musste man sich um eine Ausweichhalle bemühen. Dankenswerterweise konnte man die Halle in Prutting benutzen. Diese Halle erwies sich aber mit den vorherrschenden spätsommerlichen Temperaturen als Sauna und erschwerte für alle Beteiligten den Beginn der Punktspielsaison.

(more…)

Die Zweite: Hätte, hätte, Fahrradkette

Die Zweite beendete eine überragende Rückrunde und sehr gute Saison mit einem klaren 9:0 Sieg in Babensham. Am Ende reichte es aber nur um ein einziges Spiel nicht, um Rosenheim vom Relegationsplatz zu verdrängen. Daher ist heute der Zeitpunkt, um eine knallharte Bilanz zu ziehen und Gründe zu suchen, warum der Aufstieg verfehlt wurde. Alle beteiligten Personen sollten die folgenden Zeilen nicht zu ernst nehmen, da es in der künstlerischen Freiheit des Verfassers lag, bestimmte Ereignisse überspitzt darzustellen:

– Die Spieler:

Beginnen wir mit unserem Carsten. Eine überragende Saison mit einer Einzelbilanz von 25:5 Siegen. Einziges Manko bleibt eine magere Buddha-Doppelbilanz von 5:5 zusammen mit Dicht nach dem Ausfall von Björni. Insbesondere die 5-Satz-Niederlage gegen das Doppel der Dritten Vali/ Götzi tut rückwirkend betrachtet besonders weh.

Reiti spielte auch eine überzeugende Runde und verlor gerade im Doppel zusammen mit Helge nur ein Spiel. Doch dieses Spiel war gegen das Kellerkind Eiselfing und die Paarung Reininger/ Stange. Im Einzel schmerzen besonders zwei Einzel. Die Niederlagen gegen Vali und Reindl vom TTV im Entscheidungssatz, wo bereits Matchbälle vergeben wurden. Nur ein Sieg aus diesen Spielen und es wäre mindestens die Relegation drin gewesen.

Noppi steigerte sich in der Rückrunde besonders und verlor nur ein einziges Einzel gegen Fuchs. Dieser hatte jedoch einen guten Tag und daher müssen leider andere Spiele in Batracht gezogen werden, die den Aufstieg verhindert haben. Nämlich in der Hinrunde gegen Aselbor von Griesstätt, als bereits eine 2:0 Satzführung und ein großer Vorsprung in Satz drei vorlagen, um dann schlussendlich noch in fünf Sätzen zu unterliegen. Auch die Doppelniederlage mit Fipsi gegen unsere Dritte mit Franz/ Sepp kann als entscheidendes Spiel herangezogen werden.

Über Helge lassen sich auch einige spielerische Leistungen nennen, die eine bessere Tabellenposition verhindert haben, aber beginnen wir mit dem “Skandal” der Vorrunde. Zum vielleicht wichtigesten Spiel der Hinrunde hat sich Helge dafür entschieden, die betriebsinterne Weihnachtsfeier zu besuchen. An jenem Abend hätte er nur ein Spiel gewinnen müssen und schon wären wir sechs Monate später in der Relegation gewesen. Im Doppel ist Helge nichts vorzuwerfen, aber im Einzel gibt es zwei Momente, die die Mitspieler verzweifeln liesen. Vor wenigen Wochen spielte er mit dem falschen Schläger gegen Rölz vom TTV. Normalweise wäre dieses Spiel klar an Helge gegangen. Auch in der Hinrunde gegen Höllmüller von Eiselfing wurde ein Sieg verschenkt. Nach einer Fünf-Satz-Schlacht wurde sogar mit dem Gegner ausdiskutiert, wer mehr “Bauern” hatte und daher der verdiente Sieger war.

Über den Jungstar Fipsi könnte man wahrscheinlich ein eigenes Buch verfassen, aber im heutigen Artikel werden nur die Spiele aufgezählt, die wohl in die Kategorie “unfassbare Niederlagen” fallen. Vor Saisonbeginn noch eines der größten Talente von Wasserburg, verfiel Fipsi in ein Motivationsloch. Niederlagegen gegen Gegner mit zum Teil 100 TTR-Punkten weniger waren die Folge. Besonders weh tut die Niederlage gegen unseren Sepp. Der Autor steht sich dabei jedoch eine Teilschuld zu, da er Sepp mit Bierversprechen so motiviert hat, dass er zur Höchstform aufgelaufen ist. Zudem verlor Fipsi gegen Mayer von Halfing im Entscheidungssatz. Sein Gegner, ein halber Cyborg, der mit Maschinenteilen am Knie unterstützt wurde, ist zwar um ein Vielfalches älter, wirkte aber trotzdem dynamischer und beweglicher. Kaum vorstellbar, aber so geschehen im Jahre 2018 in der Wasserburger Tischtennishalle.

Bei Dicht muss vor allem die Schwäche gegen den Gegner Griesstätt bemängeln. Fünf von sechs Spielen gingen verloren. Oft wirkte der Spieler dabei wie der sichere Sieger, doch Unkonzentriertheiten brachten dem Gegner den Sieg. Mit nur einem Sieg mehr würde die Zweite auf einem Relegationsplatz stehen und auch noch ein Schläger mehr leben (Details siehe Berichterstattungen in der Vergangenheit).

– Die anderen Mannschaften:

Wie sooft sind aber auch nicht nur die Spieler schuld, sondern man kann den “schwarzen Peter” auch beim Management des Vereines suchen bzw. bei den anderen Mannschaften. Die Erste braucht aufgrund häufiger Ausfälle oft Ersatzleute der Zweiten. Wären man das ein oder andere Mal öfters vollständig angetreten, wäre die Position zwei wohl unsere gewesen.

Zum anderen wurde der erste Spieltag gegen die Dritte mit nur 10 Spielern ausgetragen. Da man gerecht aufteilte, spielten am Ende fünf gegen fünf, was bedeutet, dass das Spiel nur bis 8 ging. Der 8:1 Sieg fiel am Ende um einen Punkt zu niedrig aus. Hätte nur ein Spieler mehr auf unserer Rangliste gestanden, wäre das Spiel mit 9:1 ausgegangen und der fehlende Punkt hätte uns auf Tabellenplatz zwei gehievt. Tragischer Held an diesem Abend ist Weinzierl Dominik, der den einzigen Punkt für die Dritte holte. Im Spielbericht stand auch sein Gegner: “nicht anwesend”.

 

Am Ende des Tages ist jedoch alles nicht so tragisch. Bezug nehmend auf den Titel des Artikels “Hätte, hätte, Fahrradkette” muss man sagen, dass wir schnell keinerlei Ambitionen auf den Aufstieg hatten. Zu groß wiegen die Vorteile, dass wir im Schnitt Anfahrten von nur 10-15 Minuten haben, da die Gegner Griesstätt, Babensham, Eiselfing und Soyen lauteten. Zudem hatten wir nur Freitagsspiele und mussten uns unter der Woche nie ärgern, weite Auswärtsfahrten in Kauf zu nehmen. Am Ende wurde häufiger ein Sieg gefeiert, als eine Niederlage bejammert. Ein Aufstieg wäre personell schwierig geworden, da vermutlich mindestens einer in die Erste aufrutschen muss und der Jungspund Fipsi nächstes Jahr studieren möchte.

Vielleicht ist es einfach Schicksal, dass bei der Zweiten immer ein Spiel den Unterschied ausmacht. Beim Abstieg im letzten Jahr war es in der regulären Spielzeit auch nur ein Spiel, das wir im Vergeich zu Riedering schlechter waren.

Doch die Zweite macht das Beste daraus, feiert die Feste, so wie sie fallen und wir werden auch im nächsten Jahr wieder Spaß an der Platte haben. Ob in der ersten oder zweiten Kreisliga ist dabei völlig nebensächlich.

Markus Reitberger

 

 

Zweite entscheidet die Meisterschaft!

Im Vorfeld gaben sich die Gäste und bisherigen Tabellenführer aus Rosenheim siegessicher und es wurden bereits Vergleiche mit einem gewissen Rekordmeister aus der Fußball-Bundesliga gezogen. Trotz allem wurde von ihrer Seite nichts dem Zufall überlassen und sogar die Bedingungen beim Wirt wurden eine Woche vor dem spannenden Duell von Scouts ausgekundschaftet.

(more…)

Die Zweite: Punkt verloren – Kasten Bier gewonnen

Aufgabe: Es befinden sich zahlreiche Vor-, Nach- und Spitznamen von Wasserburger Spielern (manchmal leicht abgewandelt) im Bericht versteckt. Wer findet alle und kann Sie in richtiger Reihenfolge in den Kommentaren nennen? Ein Hinweis: Namen, die aufgrund des Spielgeschehens genannt werden müssen, zählen nicht (z.B. es spielte Reiti gegen ../ das Doppel Carsten/ Dicht)

Zusatz-Rätselfragen: Welche Gegenstände schleuderte Dicht nach der Niederlage gegen Paul durch die Halle? (es waren drei verschiedene Gegenstände) Um wie viel Uhr kamen Reiti und Helge zu Hause in Rott am Inn an?

Freitag, Wasserburg, 13 Grad, Luftfeuchtigkeit unbekannt, fancy Motivationsklänge von Fipsi beim Eintreffen in die Halle – Spitzenspiel vor heimischer Kulisse lag in der Luft. Wasserburg gegen Griesstätt lautete die Begegnung des 16. Spieltages. Für die Zweite ging es darum, die Aufstiegschancen zu wahren. Der Gegner musste ohne die Nummer 2 Aselbor auskommen, der lieber mit der Abteilung Fußball ins Trainingslager fuhr (es wird gemunkelt, dass er sich die Niederlagen in Wasserburg ersparen wollte, da dort seine größten Angstgegner spielen), konnte aber auf der Wasserburgschreck Paul zurückgreifen. Wir warwn nominell in Bestmannbesetzung angetreten. Im Vorfeld wurden Wetten abgeschlossen, wer das Duell Eisgruber – Reitberger gewinnen wird – Einsatz: ein Kasten Bier.

Nach den Doppeln konnte man von einem Start nach Maß sprechen, da man mit 2:1 führte. Reiti/ Helge erledigten die Aufgabe souverän, auch das Dreierdoppel Fipsi/ Noppi machte es dem Einserdoppel nach. Einzig Carsten/ Dicht verloren noch nach 2:0 Satzführung. Carsten begann gegen Birk hoffnungsvoll, wurde aber mit fortlaufenden Spielgeschehen weggenoppit und verlor mit 3:1. Dann Stand die Partie an, in der es um einen Kasten Bier ging. Reiti ging selbstbewusst zu Werke und Stand nach guter Defensivarbeit am Ende mit einem 3:1 Sieg da, welcher mit folgender Aussage kommentiert wurde: “Oh, schau, a Kasten Bier für mi”. In der Mitte machte Noppi seine Sache gegen Eckl gut und gewann deutlich, Helge bekam Fuchs leider nie in den Griff und schaute nach der Niederlage traurig in die Röhre. Dann musste Fipsi gegen den Wasserburgschreck Paul ran. Bereits zwei Mal verlor Fipsi schon in dieser Saison gegen seinen Gegenüber und auch im dritten Anlauf hatte er gegen das linke Spiel keine Chance. Dafür gewann Dicht gegen Wolf, weil es besonders hell gespielt hat. Zur Spielmitte also ein knappes 5:4 für uns und Zeit auf dem Klo einen Angstbisler vor den entscheidenden Partien zu machen.

Carsten musste gegen Eisgruber nach zwei verlorenen Sätzen zum Sieg gratulieren: “Ah, mann, ich hab leider zu große Schmerzen” und auch Reiti verlor gegen Birk, obwohl er eigentlich in jedem Satz klar führte und dann vermutlich vergessen hatte, dass ein Satz bis 11 geht. Obwohl Noppi die Spielweise von Fuchs schon kannte, bekam er nie einen Zugriff auf das Spiel und verlor klar in drei Sätzen. Helge sorgte für den Einhackler im Spiel und beendete den Negativlauf mit einem 3:0 gegen Eckl. Immer noch lagen wir mit 6:7 hinten und dann kam das unsichere hintere Paarkreuz. Keine Spiele für schwache Nerven. Fipsi feuerte sich immer wieder gegen Wolf mit “Tschu, mach es selber” an. Nach manchen, technisch fragwürdigen Schlägen von Fipsi dachte sich Reiti “Wein nicht, zieh lieber gscheid”. Am Ende klaffte eine kleine Lücke von nur zwei Punkten zwischen den beiden Kontrahenten – Philipp gewann im Entscheidungssatz 11:9. Der im ersten Spiel mit Lob überschüttete Dicht durfte dann gegen des Wasserburger Schreck ran. Damit man die Chance auf den Sieg hatte, musste er das Spiel gewinnen. Anfangs schaute die Sache super aus, konzentriertes Spiel, wenig Fehler und eine 2:1 Satzführung, doch brachte es leider nicht über den Berg er. Diese knappe Niederlage erzeugte viel Hass und Schimpfereien (Zensierte Fassungen: “ich Idiot”, “unfähig” oder “kein Tischtennis mehr bis Ostern, du Held”). Diverse Gegenstände flogen durch die Halle. Reiti/ Helge konnten im Schlussdoppel nun nur noch ein Unentschieden holen. Dabei gab es nur Probleme im ersten Satz, den Rest des Spieles ergötzten sich die Zuschauer an den gelungenen Angriffsaktionen von Reiti und der guten Abwehr von Helge. Ein Leistungsgerechtes 8:8, 31:31 Sätze, 2:2 Fünf-Satz-Spiele, d.h. in allen Belangen ein gerechtes Ergebnis. Ein Spiel das keinen Valierer verdient gehabt hätte.

Um 0 Uhr verliesen wir dann die Halle und wechselten erstmals die Lokalität zum Jujhar. Hier wurden Spieler von Soyen und TTV Rosenheim angetroffen, da in Soyen kein Lokal geöffnet hatte und sie sich daher in Wasserburg eingefunden haben. Trotz der Uhrzeit gab es noch die volle Karte zur Auswahl – von der Pizza bis zum Hendl. Um 2:30 Uhr wurde abermals die Lokalität gewechselt, zum Abschluss noch einen Schnaps von unserem Jujhar, oder war es doch ein Brandy, ach egal, Hauptsache man wird dicht. Es ging weiter zum treuen Zuschauer und Motivator des Tages, Björni, der uns in seinen eigenen vier Wänden verköstigte. Die Mischen der Getränke (Ouzo zu Wasser) waren dabei ausgezeichnet, denn keiner der Beteiligten (zumindestens der Autor) verspürte am nächsten Tag einen Brand. Zudem wurde der Ofen angeheizt, das kalte Haus erwärmte sich und Lagerfeuerromantik entstand. Doch irgendwann muss auch der schönste Abend enden, denn mit Blick auf sein Samsung stellte Reiti fest: “Oh Gott, es ist ja schon … Uhr”.

Markus Reitberger

Die Zweite: Diverse Skandale in Griesstätt

Der größte Skandal direkt vorne weg: Aufgrund mangelnder Motivation und spürbarer Lethargie aller anwesenden Spieler der Zweiten einen Bericht zu verfassen, wurde ohne weitere Angabe von Gründen ein Aushilfsspieler zur Berichterstattung genötigt.

Da am vergangenen Freitag sowohl die Zweite als auch die Dritte in Griesstätt antreten durfte, kam es direkt zu Beginn zu einer bezeichnenden Szene für den bisherigen Wasserburger Saisonverlauf. Allgemein werden für das Auflaufen von Zwei Mannschaften 12 Spieler benötigt. Gegen 19:45 ergab das Ergebnis einer Wasserburger Volkszählung den Wert 11. In Bezug auf spielfähige Akteure musste der Wert jedoch auf 10 nach unten korrigiert werden, da Thomas Götz physisch sowie optisch angeschlagen nicht am Spiel teilnehmen konnte. Im Endeffekt wurde sich darauf geeinigt, dass Matthias und Kili die in der Zweiten fehlenden Spieler (Carsten und Helge) ersetzen sollten.

Diese Entscheidung sollte sich innerhalb der Anfangsdoppel direkt bezahlt machen. Das 1er Doppel Dr.Noppi/Fipsi siegte ungefährdet 3:0. Reiti & Dicht erhöhten mit einem 3:2 auf 2:0. Matthias & Kili fuhren einen zu keiner Zeit gefährdeten Sieg mit 14:12 im vierten und 13:11 im fünften Satz, sowie 4 abgewehrten Matchbällen ein. Den entscheidenden Punkt holten die Beiden eindrucksvoll durch einen Aufschlagfehler des Gegners. Dabei sollte zusätzlich ein weiterer Skandal des Abends betont werden: Matthias betrat die Halle ohne den für ihn über Jahre charakteristischen Oberlippen-Schnauzer, sowie mit kürzerem Haar. Aufgrund des optisch verjüngten Erscheinungsbildes wurde vereinzelt gerätselt ob es sich dabei tatsächlich um Matthias handelt.

Noppi setzte den allgemeinen positiven Trend fort und erhöhte die Führung auf 4:0. Reiti zeigte gegen Schuster einerseits kämpferische Akzente, andererseits bewegte die kombinatorische Interaktion seiner Spielweise mit der Spielweise seines Gegners einige Zuschauer dazu, sich Gedanken über das Thema Zeitspiel zu machen. Am Ende musste sich Reiti 0:3 geschlagen geben. Fipsi entdeckte laut eigener Aussage „die Lust seine Beine zu bewegen“ wieder. Diese wieder-entflammte Lust machte Fipsi derartig heiß, dass er Fußstetter 3:0 schlug. Nach Dichts Niederlage gegen Paul, konnte auch Matthias mit einem knappen 2:3 gegen Wepner nicht für Wasserburg punkten. Kili zeigte trotz monatelanger Trainingsabwesenheit wie auch zuvor im Doppel phasenweise sehenswerte Highlights. Leider fehlte insgesamt die Konstanz, womit alle drei Sätze sehr knapp an seinen Gegner Waldert gingen. Halbzeitstand 5:4.

Reiti und Noppi erhöhten die Pausenführung direkt auf 7:4. Fipsis bereits erwähnte spürbar glühende Lust bezüglich seiner Beinbewegung wurde leider durch den Anti seines Gegners gedrosselt – 7:5. Es folgte der nächste Skandal: Bei 0:2 Rückstand teilte Dicht seinen Schläger mittig in zwei Teile, wie einst Moses das Meer. Falls jemand genauere Statistiken bezüglich Dichts Schlägerverschleiß-Quote vorzuweisen hat, möge er dies bitte im Kommentarfeld genauer ausführen. Daraufhin folgte sogleich der nächste Skandal: Dichts Gegner Fußstetter bestand darauf, dass er nun das Spiel gewonnen habe, da man den Regeln zu Folge keinen zweiten Schläger einsetzen darf. Trotzdem setzte er aber das Spiel fort. Dicht konnte die Verunsicherung sofort nutzen und mit Ersatzschläger auf 1:2 verkürzen. In der Satzpause wurde erneut erläutert, dass auch in der Kreisliga Regeln genauestens einzuhalten seien und das Spiel aufgrund des Schlägerbruchs eigentlich zu beenden sei. Doch es ging wieder weiter und Dicht holte auch das 2:2. Vor dem Entscheidungssatz wurde innerhalb des Griesstätter Coachings erneut die Regellage bezüglich des Schlägers hitzig debattiert. Weitere Diskussionen blieben aber aus, da Dicht seine Aufholjagd nicht vollenden konnte und 2:3 verlor. Matthias wichtiger Sieg gegen Waldert und Kilis Niederlage wegen Wepner sorgten für den Zwischenstand von 8:7 vor dem Schlussdoppel. Doch Noppi & Fipsi ließen nichts anbrennen und holten souverän aufgrund einiger sehenswerter Angriffsbälle von Bizeps-Fipsi mit 13:11 im Entscheidungssatz den 9:7 Sieg für die Zweite.

Alle Weiteren Highlights im Überblick:

  • Sepp konnte den Ehrenpunkt für die Dritte beim 1:9 gegen die Griesstätter Erste holen.
  • Der Preis für das beste Duschhandtuch geht an diesem Abend an Matthias, welcher mit einer großflächigen Abbildung der Backstreet Boys inklusive Schriftzug auf seinem Handtuch zu überzeugen wusste.
  • Die Wirtbeteiligung lag bei 5/6 = 83%, wobei der Verlust von Dicht durch Jeffrey ausgeglichen werden konnte. Die mannschaftsübergreifend-korrigierte Wirtbeteiligung liegt somit bei 6/6 = 100%.
  • Während dem Essen wurde behauptet, dass die Griesstätter trotz des 7:9, 31:29 Sätze gewonnen hätten. Dies kann aber im Nachhinein klar als Verbreitung von „Fake News“ enttarnt werden, da laut Spielbericht 31:29 Sätze zu Gunsten von Wasserburg entschieden wurden.
  • Fipsis Bestellung im Griesstätter Wirt bestand aus einer Pizza Margherita und einem Pizzabrot (Begründung: Massephase). Tischmanieren bewies er durch das Übereinanderstapeln und gleichzeitige Essen von bis zu drei Pizzastücken, frei kombiniert aus beiden Bestellungen.
  • Auf der Heimfahrt entwickelte sich ein äußerst unterhaltsames und in mehrerer Hinsicht tiefgründiges Gespräch zwischen Jeffrey und Fipsi. Jedoch bestand Fipsi darauf, dass Inhalte aus diesem Gespräch nicht veröffentlicht werden. Somit endet dieser Bericht erneut mit einem Cliffhanger.

Kilian Schumacher

Die Zweite: Gelungener Rückrundenauftakt

Nach einer kurzen Winterpause und den beiden Niederlagen in den wichtigen Spielen gegen Griesstätt und Rosenheim standen die Spiele gegen die eigene Dritte und Eiselfing an. In Sachen Motivation ist noch Luft nach oben, aber da ein Aufstieg wohl mehr als unrealistisch ist, ist das wichtigste Ziel ein schneller Wirtsbesuch – am besten ohne viel geschwitzt zu haben. Doch unsere Dritte machte es uns ganr nicht so leicht, die beiden vorgenannten Ziele einzuhalten. Am Ende stand ein 9:4 Erfolg für die Zweite zu Buche, jedoch lag unsere Dritte nach den Doppeln mit 2:1 in Front. Nur Helge/ Reiti gestalteten ihr Doppel souverän, Carsten/ Dicht und Noppi/ Fipsi mussten den Vereinskameraden auf der Gegenseite die Hände schütteln. Die Einzel verliefen fast alle zu Gunsten der Zweiten. Einzig Fipsi und Reiti mussten Sepp und Vali nach sehr starken Leistungen zum Sieg gratulieren. Beide Spiele wurden erst im fünften Satz entschieden. Auch Götzi hatte die Chance Helge zu schlagen, aber nach 2:0 Satzführung verließen ihn die Kräfte oder es fehlte der “Killerinstinkt”.

Gegen Eiselfing trat man in voller Stärke an – zumindestens auf dem Papier. Reiti hatte nach einem Treppensturz Schmerzen und sah an der Platte und der Gangart älter wie sein Doppelpartner Helge aus. In der Vorwoche noch als einziges Doppel siegreich, mussten die beiden im Entscheidungssatz ihre erste Saisonniederlage einstecken. Auf die Kollegen war aber einmal mehr Verlass und so führten wir mit 2:1. Die Einzel verliefen im Großen und Ganzen souverän. Nur Carsten hatte unvorhergesehene Probleme mit der Spielweise des Gegners Stange, da in seinen Angriffsschlägen so wenig Schnitt drin war und daher viele Bälle ins Netz oder ins Aus geblockt wurden. Im fünften Satz war dann aber Schluss mit lustig und der Sieg wurde eingetütet. Bei Helge lief nicht viel zusammen und so verlor er gegen den jungen Reininger. Ein 9:2 war ein standesgemäßer Sieg und auch in dieser Höhe verdient. Für einen versöhnlichen Abschluss und den geplanten Revanchen gegen Griesstätt und Rosenheim muss aber doch noch eine deutliche Leistungssteigerung folgen.

Markus Reitberger