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Die Vierte: Das V steht für Fortschritt

Am vergangenen Freitag kam es in der Wasserburger Hauptschulturnhalle zum Aufeinandertreffen des Vorletzten gegen den Letzten der dritten Kreisliga: Wasserburg IV gegen Soyen II. Ein Sieg war ganz klar Pflicht, wollte man im Kampf gegen den Nichtabstieg noch irgendeine Rolle spielen. Die bislang punktelosen Soyener sollten aber nicht unterschätzt werden, da sie bereits 4 Spiele 7:9 verloren hatten und mit etwas mehr Glück auch etwas höher in der Tabelle positioniert sein könnten. Interessanterweise scheinen die Soyener allerdings ihren Mengenrabatt auf Materialbeläge verloren zu haben, da die meisten von ihnen mit scheinbar „normalen“ Schlägern spielten. Auf Wasserburger Seite konnte eine Sensation verzeichnet werden, im 9. Versuch schafften es Thilo & Kili beide gleichzeitig bei einem Ligaspiel anwesend zu sein, was zur Folge hatte, dass man mit nur einem Ersatzspieler antreten musste – die Zeichen standen auf Sieg.

Um gewohnte Strukturen zu brechen und Abwechslung in den von traditionellen Werten geprägten Alltag des gewöhnlichen Bericht-Lesers zu bringen, folgt nun statt der klassischen zeitlich chronologisch geordneten Berichterstattung eine Einzelkritik der Wasserburger Spieler.

Doppel 1 Götz/Schumacher: Beide zeigten im Doppel ihre beste Saisonleistung und machten die Niederlagen der letzten Wochen fast vergessen. Souveräner 3:0 Sieg. Zwei Sätze zu 3 gewonnen – Erinnerungen an die Meistersaison 16/17 werden wach.

Doppel 2 Sarwuan/Röhrl: 1:3 Niederlage – Spielerisch mehr als ein „Opferdoppel“ – Ergebnistechnisch noch Luft nach oben.

Doppel 3 Löb/Misch: 3:0 Sieg – Damit die Bestätigung der ausgefuchsten Doppelaufstellung.

Nr.1 Thomas Götz: Souveräner zu Null Sieg im ersten Einzel. Daraufhin folgte die Ankündigung den Soyener 1er Niedermeier (99,82% Schupfbälle mit viel Spin; im Schnitt 0,000234 Offensivaktionen pro Spiel) mit bedingungslosem Offensivspiel in drei Sätzen zu zerstören. Fünf Sätze und einige Schupfbälle später konnte immerhin ein 3:2 verzeichnet werden 😉

Nr.2 Kilian Schumacher: 11:9 Sieg gegen Niedermeier im fünften Satz (inkl. Verzweiflung und Wut über die Spielweise des Gegners). Der Soyener Schupf-Guru antwortete sogar teilweise auf Ballonabwehrbälle mit Unterschnitt bewegte sich aber auch zu seinem einzigen Offensivschlag des Abends. Im zweiten Einzel (3:0 Sieg) zeigte Kili mit einem 22:20 im ersten Satz der Ergebniseingabe-App ihre Grenzen auf – aufgrund technischer Limits war Teamchef Götz gezwungen ein 20:18 einzutragen.

Nr. 3 Jeffrey Sarwuan: 3:0 Sieg gegen das Soyener Urgestein Stangl. Mehr Aufmerksamkeit erzeugte Jesse-Cool (Jeffrey) mit der Manifestierung neuer Namenskreationen: „Johnny Pipe“ = Johannes Röhrl & „Calvin Klein“ = Johannes Klaffl.

Nr. 4 Thilo Löw (auch bekannt als Thilo Löb): 3:1 Sieg – nichts Anderes ist von einer Nummer 42 der ewigen Tabelle der Wasserburger Stadtmeisterschaften zu erwarten. Zeiten in denen er in der Hobbyliga gegen Gegner verlor welche von D. Weinzierl heroisch nieder gerungen wurden geraten bei solchen Leistungen nahezu in Vergessenheit (Aber auch nur nahezu, da es hiermit online dokumentiert wurde). Durch seinen dritten Saisoneinsatz kommt Löw übrigens mittlerweile auf fast genauso viele Startelfeinsätze wie Michael Kaltenhauser (4), welcher in Passau studiert.

Nr. 5 Michael Misch. Einzige Einzelniederlage des Abends (Begründung: Misch läuft nur bei Auswärtsspielen richtig heiß). Er wurde vom gesamten Team im Anschluss aber sofort mental wieder aufgebaut, u.a. mit der Erinnerung, dass es auchnoch eine fünfte Mannschaft gibt ?

Nr. 6 Johannes Röhrl: Trotz verletzungsbedingter Einschränkung konnte er seinen äußerst unangenehm spielenden Gegner 3:2 bezwingen. Zudem bewies er sich als hervorragender Coach für andere Spieler. Leistungen dieser Art sorgen dafür, dass er auf der Wunschtransferliste der Vierten aktuell auf Platz 1 steht. Diverse schwer einzuordnende Bilder von Johannes beim Jujhar nach der Stadtmeisterschaft können übrigens auf Anfrage beim Berichtautor eingesehen werden.

Trotz des 9:2 Erfolgs bleibt die Vierte mit einer Wirtbeteiligung von 5/6 = 83,33% leider diesbezüglich weit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Der angestrebte Relegationsplatz scheint zudem immernoch ähnlich weit entfernt zu sein, wie Fipsi von einem seriösen Auftreten. Sollte man es schaffen in Zukunft konstanter mit Bestbesetzung zu spielen, erscheint der Klassenerhalt jedoch nicht komplett unrealistisch. Im Hinblick auf die Personalsituation nächste Woche gegen Eiselfing entsteht allerdings fast der Eindruck, dass es den sechs Parteien im Bundestag einfacher fällt eine Regierung zu bilden, als den sechs Spielern der Vierten gleichzeitig in ein und derselben Halle zu erscheinen.

Kilian Schumacher

Wasserburg IV: Das Wunder von Prutting

Nachdem man in der Vorsaison noch den Meistertitel in der 4. Kreisliga holen konnte, gilt die Vierte in dieser Saison vor allem nach den Abgängen von Franz und Sepp an die Dritte als einer der Top-Favoriten auf einen Abstiegsplatz. Im ersten Saisonspiel verpasste man mit zwei Ersatzspielern knapp einen Punktgewinn auswärts in Babensham (6:9). Die mit Abstand größte Sensation des Abstands bestand aber darin, dass man anschließend nicht traditionsgemäß beim Wimmer Wirt einkehrte, sondern in die Pizzeria am Penzinger See auswich. Befürworter des Wimmer Wirtes können aber an dieser Stelle befreit aufatmen, da Gerüchten zu Folge nur die Dritte Mannschaft der Babenshamer von dieser kulinarisch vielfältigen Gaststätte abweicht.

Eine Woche später rechnete man sich gute Chancen gegen die im Verhältnis zur Liga eher schwach aufgestellten Griesstätter aus. Leider musste man selbst erneut auf zwei Stammspieler verzichten. Insbesondere Thomas & Kili enttäuschten an diesem Abend und holten vorne gegen wirklich stark spielende Gegner 0 Punkte. Zu allem Überfluss vergaben die beiden im Schlussdoppel sogar noch 3 Matchbälle zum Unentschieden. Am Ende verlor man also gegen einen schlagbaren Gegner mit 7:9. Leider muss man klar feststellen, dass man wohl mindestens 3 Punkte aus den ersten beiden Spielen hätte holen können.

Am letzten Donnerstag sollte aber der durchwachsene Saisonstart sofort wieder vergessen werden. Bis in die Haarspitzen motiviert trat die junge & dynamische Wasserburger Vierte auswärts in Prutting an. Als Teambuilding-Maßnahme beschloss man sowohl hin und zurück mit 5 Mann in einem Auto zu fahren. Dieser Schritt sollte den Grundstein für den späteren Auswärtssieg legen. Man konnte sogar fast vollständig auflaufen, einzig Thilo fehlte zum dritten Mal in Folge. Es wird darüber spekuliert, dass er nach zu viel Urlaub (inkl. ausführlicher Dokumentation auf dem sozialen Medium Instagram) so erschöpft ist, dass es insbesondere mental noch nicht für eine Rückkehr zum Tischtennis reicht.

Die Doppel verliefen leider so schlecht wie nur möglich. Es konnten nur 2 Sätze gewonnen werden, sodass man sofort 0:3 zurück lag. Im ersten Einzel brachte es Kili nach starkem ersten Satz nicht übers Herz seiner Gegnerin Sonnenhauser den Sieg zu verwehren und verlor mit 1:3. Thomas holte gegen den Pruttinger 2er Dengl, der an diesem Abend eher schwach auftrat, den ersten Punkt. Misch konnte trotz teilweise spektakulären Ballwechseln gegen Thuspass einen 1:5 Rückstand nicht verhindern. Man stellte sich an dieser Stelle darauf ein schnell wieder nach Hause zu fahren und es wurde das Minimalziel ausgerufen wenigstens noch 1-2 weitere Punkte zu holen. Doch was dann passierte, kann der Überschrift des Berichts entnommen werden. Jeffrey verkürzte den Rückstand mit einem Sieg gegen Segl. Michi Kaltenhauser, von Jeffrey nurnoch als „Michael Jackson“ bezeichnet, zeigte, dass er Training nicht nötig hat und verkürzte den Rückstand auf 3:5. Ersatzmann Röhrl überzeugte auf ganzer Linie und holte das 4:5 gegen den Pruttinger 5er Flieger. Das vordere Paarkreuz bereut inzwischen stark im Managerspiel nicht in ihn investiert zu haben. Thomas und Kili sorgten im Anschluss sogar dafür, dass man in Führung gehen konnte, 6:5 für Wasserburg. Jeffrey konnte die Führung direkt auf 7:5 ausbauen. Es folgte ein weiteres Highlight des Abends. Misch konnte in seinem zweiten Einzel im Entscheidungssatz mit 5:0 in Führung gehen. Sein Gegner griff daraufhin ganz tief in die Taktik-Trickkiste. Die Taktik-Trickkiste ist in diesem Fall ein Kühlschrank und nach einem Timeout und 0,5 Litern Bier kehrte Mischs Gegner wie ausgewechselt an die Platte zurück. Frisch gestärkt holte er im Anschluss 8:6 Punkte. Mathematik interessierte Bericht-Leser stellen aber natürlich sofort fest, dass dies nur noch für ein 8:11 reichte. Somit steuerte Misch den 8. Wasserburger Punkt bei. Michael Jackson-Kaltenhauser machte anschließend die Sensation perfekt. Ein 1:5 konnte also durch acht Einzelsiege in Folge in ein 9:5 umgewandelt werden. Einen Wirtbesuch gab es an diesem Tag nicht, jedoch bewiesen die Pruttinger wahre Größe in der Niederlage und öffneten den zuvor beschriebenen Kühlschrank auch für ihre Wasserburger Gegner. Der Sieg bewegte Jeffrey sogar dazu einen seiner legendären Spitznamen endlich auch an Kili zu vergeben. Damit folgt er auf „Andygucci“ = Andy Gartner, „Thomasbanty“ = Thomas Götz, „Phillippanzo“ = Philipp Mähnert, „Michael Jackson“ = Michael Kaltenhauser und „Jessy-Cool“ = Jeffrey Sarwuan. Um die Spannung für eventuell folgende weitere Berichte hochzuhalten wird Jeffreys neueste Namenskreation an dieser Stelle aber nicht bekannt gegeben.

Kilian Schumacher

Saisonvorschau Herren 4

Thomas Götz gibt uns eine kleine Einschätzung über die bevorstehende Saison der 4. Herrenmannschaft.

Welche personellen Veränderungen hat es in deiner Mannschaft gegeben?
“Die beiden Routiniers Sepp und Franz mussten leider an die 3te abgegeben werden dafür konnten Misch sowie Kaltenhauser für die 4te verpflichtet werden die nun im hinteren Paarkreuz ordentlich punkten sollen ;-)”

Wie lautet das Saisonziel deiner Mannschaft?
“Das primäre Ziel ist in erster Linie der Klassenerhalt obwohl ja Mannschaftsintern (mit einem Augenzwinerkern) die Meinung vertreten wird, dass der Aufstieg immer das Ziel sein solle 🙂 Wobei das Primärziel, wenn die Mannschaft gut aufgestellt ist, durchaus machbar erscheint.”

Wer sind in deiner Liga die Favoriten um Auf- und Abstieg?
“Um den Abstieg spielen die letztjährigen Aufsteiger Soyen, Eiselfing und wenn man so möchte auch unsere 4te hier dürften auch die Big Points um den Abstieg liegen. Um den Aufstieg spielt natürlich wie eingangs erwähnt ebenfalls die 4te :-)”

Stehen eure Doppel schon fest oder macht ihr das spontan?
“Die Doppel stehen soweit fest, vorausgesetzt die jeweiligen Spieler sind auch dabei. Hier setzen wir auf bewährtes und werden zunächst mit den Doppeln aus der letzten Saison auflaufen.”

Schätzfrage: Wieviel Spieler werden in dieser Saison in deiner Mannschaft spielen/ aushelfen und worauf wird in deiner Mannschaft mehr Wert gelegt: sportlicher Erfolg oder Spaß beim Wirt?
“Ich hoffe natürlich dass wir möglichst oft mit den Stammspielern spielen können, jedoch wird dies vorraussichtlich aufgrund der Verletzungsproblematik der anderen Mannschaften schwer werden. Doch auch hier stehen uns die top Youngsters und Routiniers der 5ten zur Verstärkung bereit 🙂 Ich schätze dass ca 10-12 Leute in der 4ten spielen werden.”

“Natürlich spielt der Wirt auch in der 4ten eine große Rolle, so war die Wirtbilanz in der letzten Saison sehr ansehnlich, an diese Leistungen soll nun selbstverständlich angeknüpft werden. Doch auch der sportliche Aspekt wird definitiv nicht zu kurz kommen, die höhere Spielklasse bietet unseren Spielern durchaus neue Herausforderungen und hält sicherlich einige spannende Spiele bereit.”

Das Interview wurde mit Thomas Götz geführt.

 

Die Vierte: Wichtiger Sieg im Spitzenspiel

Am Freitag zuvor wurde noch pflichtgemäß ein 9:1 gegen Babensham 5 eingefahren, wobei 8 der 9 Siege sogar ohne Satzverlust an die Wasserburger gingen. Einzig Kili bewieß sich als Gentleman der alten Schule und überließ seiner Babenshamer Gegnerin trotz 2 Matchbällen im dritten Satz den Ehrenpunkt des Abends.

Am Montagabend, der besten Zeit für ein Punktspiel, folgte nun das Aufeinandertreffen des Ersten gegen den Zweiten der 4. Kreisliga. Da man vor dem Spiel Punktgleich mit Eiselfing an der Spitze der Tabelle lag, war davon auszugehen, dass dieses Spiel wohl die Meisterschaft entscheiden würde. Da nebenan Training stattfand, konnten sogar phasenweise während des Spiels Zuschauer verzeichnet werden. Thilo musste leider aufgrund einer Klausur absagen, teamintern wurde aber darüber spekuliert dass er wohl eher mit der Reparatur eines zu Bruch gegangenen Betts beschäftigt war. Da man aber mit Misch das Aushängeschild der Fünften Mannschaft verpflichten konnte und man in der Vorrunde sogar mit 9:2 siegte, ging die 4. Mannschaft zuversichtlich ins Spiel. Fachkundige Wasserburger Spieler stellten aber schon bei der Verlesung der Aufstellungen fest, dass Eiselfing nicht mit den nominell stärksten 6 Spielern antreten konnte.

Franz & Sepp holten Im Doppel trotz 1:2 Rückstands den Ersten Punkt des Abends. Thomas & Kili machten es andersherum und konnten eine 2:1 Führung nicht in einen Sieg umwandeln. Das uneingespielte 3er Doppel Misch/Sarwuan, konnte trotz der Tatsache dass sich die beiden manchmal etwas im Weg standen 3:1 siegen. Somit ging es mit einer knappen 2:1 Führung in die Einzel.

Franz musste anerkennen, dass sein Gegner Rust an diesem Abend fast jeden Ball traf und unterlag 0:3. Kili hingegen konnte seinen Negativtrend stoppen und besiegte den Eiselfinger 1er Delker halbwegs souverän mit 3:1.  Im mittleren Paarkreuz folgten Siege von Sepp und Jeffrey gegen Wagner bzw. Herrmann jeweils mit 3:1. Ersatzmann Misch bestätigte dass in ihn gesetzte Vertrauen und gewann gegen den Eiselfinger Nachwuchsspieler Kluger ebenfalls 3:1. Thomas lief sich vor lauter Motivation sogar warm vor seinem Einzel, hatte aber einige Probleme in den ersten 3 Sätzen. Dennoch konnte er aber durch umso stärkere Leistung Satz 4 und 5 sehr deutlich für sich entscheiden und siegte 3:2. Somit führte man zur Halbzeit 7:2.

Da aber Franz gegen Delker verlor und auch Kili den befreit aufspielenden Rust nicht stoppen konnte, verkürzten die Eiselfinger auf 7:4. Doch das starke mittlere Paarkreuz  konnte mit 2 deutlichen Siegen den 9:4 Endstand perfekt machen. Mit diesem Sieg dürfte klar sein, dass der Vierten der Aufstieg in die 3. Kreisliga kaum mehr zu nehmen sein wird. Auch im Kampf um die Meisterschaft liegt man nun 2 Punkte vor Eiselfing und aufgrund des sehr viel besseren Spielverhältnisses würde man selbst nach einer Niederlage die Tabellenführung behalten.

Nach dem Spiel erschien man noch vollzählig beim Höhensteiger in Eiselfing, wo ein schwarzer Pullover mit der Aufschrift „Honour“ wie schon während des Spiels für gute Stimmung in Teilen der Wasserburger Reihen sorgte.

Kilian Schumacher

Die Vierte: 4 Siege zum Rückrundenstart

Zu Beginn der Rückrunde kam es zuerst zum Vereinsinternen Gipfeltreffen gegen die Fünfte. Wie schon in der Hinrunde musste das Spiel aufgrund von Personalnot mit 5 gegen 5 ausgetragen werden. Die Vierte wurde dabei ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich mit 8:1 durch, was allen Teilnehmenden einen frühen Besuch beim Jujhar ermöglichte. Auch die Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht Griesstätt 4 wurde erledigt wobei nur 4 Sätze abgegeben werden mussten.

In der folgenden Woche musste man auswärts in Söchtenau antreten. Wieder mussten nur 2 Spiele abgegeben werden. Thomas und Kili kassierten ihre 2. Saisonniederlage im Doppel. Auch Jeffrey verlor zum ersten Mal ein Einzel in der Vierten, fraglich bleibt ob seine ausgiebige Spielvorbereitung bestehend aus „Bier und Brandy“ darauf Einfluss genommen hat. Die restlichen 9 Spiele konnten mehr oder weniger, oft weniger souverän, zu Gunsten der Wasserburger entschieden werden. Außerdem muss dazu erwähnt werden, dass sich mit fortschreitendem Spielverlauf die Temparatur in der Söchtenauer „Halle“ immer mehr der Außentemparatur annäherte.

Am vergangenen Freitag kam es nun zur Revanche gegen Babensham 4, wo man in der Hinrunde ersatzgeschwächt die bislang einzige Niederlage hinnehmen musste. Diesmal musste aber Babensham auf diverse Ersatzleute zurückgreifen, wohingegen die Vierte fast mit allen Topstars auflaufen konnte. Thilo musste aus Gründen über die nur spekuliert werden kann (evtl. Verpflichtungen aufgrund seiner Wohnsitution?), leider absagen. Dafür konnte Ex-Teamcaptain Klaffl trotz eines Terminkalenders welcher praller kaum gefüllt sein könnte, rekrutiert werden.

Die Doppel gaben erste Anzeichen auf eine erfolgreiche Revanche. Sepp und Franz spielten ihre geballte Erfahrung aus und sorgten mit einem 3:0 für den ersten Wasserburger Punkt. Thomas und Kili siegten gegen das Babenshamer 1er Doppel nach 8:3 Vorsprung im Entscheidungssatz souverän mit 12:10 und platzierten bei 9:10 Rückstand einen wichtigen Netzroller. Jeffrey und Johannes K. sorgten für den 3:0 Zwischenstand.

Franz gab im vorderen Paarkreuz an diesem Abend kein Spiel ab und sicherte 2 wichtige Punkte. Auch Sepp siegte im mittleren Paarkreuz trotz Anfangsschwierigkeiten in beiden Spielen jeweils mit 3:1. Jeffrey, dieses Mal mit weniger promillehaltiger Vorbereitung, zeigte wieder seine gewohnte Leistung und gewann sein Einzel mit 3:1. Thomas unterstrich durch einen weiteren 3:0 Sieg, dass er im hinteren Paarkreuz wohl eine eher ruhige Rückrunde erleben wird. Klaffls Niederlage konnte aufgrund der hohen Führung verschmerzt werden. Um die positive Grundstimmung des Berichts aufrecht zu erhalten wird auf die Einzel-Leistung des Bericht-Autors nicht näher eingegangen. Es wird lediglich verraten, dass er 2/3 der Babenshamer Punkte beim Wasserburger 9:3 Sieg zu verschulden hat.

Auch in Sachen Wirtbeteiligung gibt die Vierte ebenso wie in der Tabelle ein sehenswertes Bild ab. Nahezu nie muss nach einem Spiel beim Wirt auf Leistungsträger verzichtet werden. Lediglich in Söchtenau musste Teamchef Götz krankheitsbedingt absagen, ansonsten steht zur Rückrunde eine 100% Quote.

Kilian Schumacher

Zwischenbilanz: Tiefen und wenig Höhen

Nachdem die vergangene Saison mit den Aufstiegen der Zweiten und Dritten überaus erfolgreich verlief, war es realistisch, dass es heuer vor allem darum gehen musste, die jeweilige Klasse zu halten.

Erfreuliche Ausnahme einer eher mäßigen Vorrunde ist die 4te Mannschaft in der 4ten KL. Sie liegt souverän an der Spitze und der Aufstieg ist dem Team, wenn man diese Leistung bis zum Ende hält, kaum noch zu nehmen. Nur im allerletzten Spiel der Vorrunde leistete sie sich eine knappe, und eher unnötige 7:9 Niederlage gegen den Nachbarn aus Babensham. Überagende Bilanzen weisen Thomas Götz mit 12:1, Kilian Schumacher mit 11:0 und Neuzugang Jeffrey Sarwuan mit 9:0 auf.

Auch die 5te schlägt sich wacker in derselben Liga auf einem achtbaren 8ten Mittelfeldplatz mit schon 6 Zählern.

Ganz schwer wird es für das Team der Dritten in der 2ten KL. Sie liegt mit nur einem Sieg auf dem drittletzten Rang. Allerdings ließ man bei 3 denkbar knappen Niederlagen mögliche Punkte liegen. Nun hofft man vor allem darauf, da heuer nur ein Team direkt absteigt, dass man entweder 3tletzter wird oder zumindest den Relegationsplatz erreichen und so vielleicht doch noch die Klasse halten kann. Immerhin konnte man im letzten Spiel ein Unentschieden gegen Halfing erzwingen und dies trotz des Fehlens der Nr. 2 Thomas Daniel. Damit liegt man immerhin aktuell auf einem Nichtabstiegsrang.

Auch die Zweite erwischte einen denkbar schlechten Start in die 1te KL. In zwei von 4 Spielen trennte man sich unentschieden, obwohl hier Siege möglich waren und die andere zwei gingen verloren. Erst gegen Ende der Vorrunde konnte man in einem denkwürdigen Nachbarschaftsduell den TSV Babensham mit 9:7 niederringen. Einen Tag später ging man dagegen nahezu sang- und klanglos in Prien mit 2: 9 unter. Dafür konnte man im letzten Spiel fast schon sensationell den Mitaufsteiger Griesstätt mit 9:2 bezwingen, womit man einen großen Satz nach oben auf Platz fünf der Tabelle machte.

Nun hat man bereits 8 Zähler auf dem Konto und die Hoffnung, dass in der Rückrunde alles noch besser wird. Denn die Mannschaft hatte die gesamte Vorrunde mit allerlei Verletzungssorgen zu kämpfen, die das überraschend schlechte Abschneiden zumindest teilweise erklären. Dabei hat die Zweite durchaus das Potential, in dieser sehr starken Liga sich im oberen Mittelfeld zu platzieren. Eine sehr gute Vorrunde spielte Maxi Aß im vorderen bärenstarken Paarkreuz. Ebenfalls überzeugend und mental stark im hinteren Paarkreuz Johannes Unterberger.

Zufriedenstellend verlief die Vorrunde für die 1te Mannschaft in der 3ten Bezirksliga. Dort liegt man auf einem noch sicheren Mittelfeldrang, allerdings nur 2 Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Aus einer kompakten Mannschaftsleistung ragt die Nr. 2 Andi Gartner heraus, der im vorderen Paarkreuz nervenstark zu überzeugen wusste. Auch Ergänzungsspieler Markus Reitberger konnte überzeugen und blieb bei seinen 2 Einsätzen ohne Niederlage.

Die einzig noch verbliebene Jugendmannschaft liegt in der 3ten KL auf einem ordentlichen 6ten Rang, wird aber wohl mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun haben. Hier weist Thomas Huber mit 12:2 eine sehr gute Bilanz auf.

Insgesamt kann man wohl diese Saison 2016/17 bisher als eine Phase des Übergangs und der Konsolidierung ansehen mit ein wenig mehr Tiefen als Höhen nach den Höhenflügen der vergangenen Saison. Erfreulich der Trainingsfleiß nebst einer Reihe von Gastspielern, die für ein wenig Abwechslung im alltäglichen Betrieb sorgen. Auch erfreulich die Rückkehr zur Rückrunde von Ivan Maticic, der damit die Dritte verstärken könnte.

Bei den Stadtmeisterschaften siegte souverän ein überzeugender Maxi Aß vor Andi Gartner, der in der Vorrunde sogar eine überraschende Niederlage gegen Thomas Daniel einstecken musste. Bei der Jugend siegte ebenfalls souverän Philipp Mähnert, der in dieser Saison eine erfreuliche Entwicklung genommen hat.

Matthias Oesterheld