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November 1976

Stadtmeisterschaft 1976 – ein Festival für die Familie Hecht

Die diesjährige Stadtmeisterschaft wurde mit dem Turnier der Damen eröffnet. Birgit Hecht hatte dabei den von der Firma Heizungsbau-Wimmer gestifteten Pokal zu verteidigen. Es gab von vorneherein keinen Zweifel, daß ihr dies mit Leichtigkeit gelingen würde, hatte sie doch in der laufenden Punktspielsaison gegen sehr starke Konkurrenz nur ein Spiel verloren. Um so größer war das Erstaunen, daß ihr aus den eigenen Reihen ein starker Widerstand geleistet wurde und zwar durch Waltraud Rampfl. Diese gewann gegen die Favoritin den 1. Satz, verlor den 2. nur knapp mit 21:19, im entscheidenden Satz behauptete sich die Titelverteidigerin dann aber doch mit 21:18, sodaß der Stadtmeistertitel gesichert war. Waltraud Rampfl konnte aber dann doch nur den 3.Platz belegen, weil sie klar gegen Marianne Krafczyk verlor. Der 2.Platz ist für diese junge und ehrgeizige Spielerin ein sehr schöner Erfolg.

Die Meisterschaft wurde dann mit dem Turnier der Jugend und der Schüler fortgesetzt. Bei letzterem war der Ausgang völlig offen, wenn auch klar war, daß nur ein Spieler der Schülermannschaft gewinnen würde. Die erste Vorentscheidung gab es, als Markus Postler und Ernst Eisner zusammentrafen. Postler verlor und mußte sich schließlich mit dem 5.Platz begnügen, da er auch noch Franz Bachmayr unterlag, der sich damit auf Rang 4 schob. 4 Spiele hintereinander gewann Konrad Semmler, ehe er von Eisner gestoppt wurde. Obwohl Semmler dann gegen Hermann Mayer verlor – in der Vorrunde hatte er ihn noch besiegt — kam er noch auf den überraschenden 3.Platz. Im Endspiel standen sich dann Mayer und Eisner gegenüber. Eisner gewann klar und konnte damit den von der Firma Alkor gestifteten Pokal in Empfang nehmen.

Im Doppel setzten sich die unterlegenen Spieler Postler Markus und Bachmayr Franz durch. Sie gewannen vor der Paarung Meggle Martin/Eisner Ernst.

Bei dem Turnier der Jugend rechnete keiner mit einer Überraschung. Eine solche blieb dann auch tatsächlich aus. Das Ergebnis bestätigt sogar genau die Rangliste in der die Jugendmannschaften die Punktrunde bestreiten. So errang Gerhard Hecht als Sieger den von der Sparkasse zur Verfügung gestellten Pokal. Heinz Grill belegte den 2. Rang, wie im Vorjahr. Werner Fenzl, Rudolf Rappolder und Fredy Faltermeier folgten auf den Plätzen 3-5. Bester nicht-aktiver Spieler war als 6. Georg Miethaner. Im Doppel siegten Grill/Hecht vor Fenzl/Miethaner.

Im Jedermann-Turnier galt es für Theo Hecht, seinen im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen. Dies war bislang noch keinem Spieler gelungen. Zunächst wurde in 2 Gruppen gespielt. Die 2 Bestplazierten kamen dann in die Endrunde und kämpften gegeneinander. Für diese Runde hatten sich Hans Niedermeier, Josef Gruber und Hans Held qualifiziert, die am Schluß die Plätze 6 – 4 belegten. Die Meisterschaft konnte sich aber nur zwischen Rudolf Kühnel, Manfred Katzer und Theo Hecht entscheiden. Zunächst besiegte Hecht klar Katzer, verlor aber dann gegen Kühnel. Im Treffen Kühnel/ Katzer mußte die Entscheidung fallen. Kühnel setzte zunächst sein hartes Angriff spiel durch und gewann den 1.Satz. Im 2. Satz zwang Katzer dem Gegner sein Sicherheitsspiel auf und gewann. Der 3. Satz verlief äußerst spannend und sah am Schluß mit 26:24 Katzer als Sieger. Damit hatten alle 3 Spieler das gleiche Punktergebnis aufzuweisen. Das Satzverhältnis entschied für Hecht, sodaß dieser den Titel verteidigen konnte und der von Firma Löwenbräu gestiftete Pokal in seinen Besitz überging.

Und noch einen Titel konnte sich die Familie Hecht holen: Gerhard Hecht war nämlich bei der Vereinsmeisterschaf t der aktiven Spieler startberechtigt und galt hier als Mitfavorit. Spannende Kämpfe und übliche Überraschungen prägten diese Meisterschaft. So konnten sich starken Spieler wie Peter Haas und Heinz Faltermeier nicht unter den ersten 8 plazieren, während sich Peter Krafczyk, der erst kürzlich Abteilungsmitglied wurde, auf Anhieb auf Rang 5 schob. Ewald Görlich, der einen sehr starken Eindruck hinterließ, landete auf Platz 6. Vierter wurde, fast schon traditionell, Rainer Devens, der im Kampf um den 3.Platz Rolf-B. Prinz enormen Widerstand leistete, sich aber schließlich doch geschlagen geben musste. Im Endspiel standen sich Gerhard Hecht und Harald Haberl gegenüber. In einem lang dauernden Spiel behielt Hecht verdient die Führung und gewann den von Herrn Bürgermeister Dr.Geiger gestifteten Ehrenpreis.

Im Doppel setzte sich die Paarung Prinz/Haberl vor Devens/ Faltermeier in der Verlängerung des 3. Satzes durch.

An den Stadtmeisterschaften 1976 nahmen insgesamt 73 Spieler teil. Dies stellt ein gutes Ergebnis dar. Freilich wird das Rekordergebnis aus dem letzten Jahr nicht erreicht. Dies liegt vor allem daran, daß das Jedermann-Turnier, also das Treffen der Freizeitsportler, nicht den gewohnten Anklang fand. Mit den gezeigten Leistungen der Teilnehmer war die Abteilung dagegen voll zufrieden.

Harald Haberl

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